Bezauberndes

Anleitung : Filz-Kissen

 

Diese Kissen sind ideal für Filzanfänger und Geübte. Da eigentlich „nur“ eine Fläche gefilzt wird aber der Phantasie keine Grenzen gesetzt werden.

 

 

Für ein Kissen brauchen wir:

-Noppenfolie

-(Oliven-) Seife (geraspelt) in warmem Wasser aufgelöst (in einer Sprüh- oder Bügelflasche)

-ein Fliegengitter o. Ä.

-Merino-Wolle im Strang

-kochendes Wasser

-evtl. Filznadel, Perlen u.s.w.

 

 

Wir beginnen in dem wir die Noppenfolie ausbreiten.

Nehmen nun den Wollstrang, ziehen etwas Wolle ab und schichten es wie Dachziegel in der gewünschten Größe plus ca. 20 % wegen der Schrumpfung.



Jetzt wird die Folie im Uhrzeigersinn um 90° gedreht. Die zweite Schicht wird genauso wie oben gelegt.    

 

Für die dritte Lage wieder um 90° im Uhrzeigersinn drehen und die Wolle schichten. 

Nun bedecken wir die Wollschichten mit dem Fliegengitter und besprühen es mit warmer Seifenlauge bis sie ganz nass sind.

Danach beginnen wir mit langsamen, kreisenden Bewegungen der Hände, die Wolle anzufilzen.

Vorsichtig rollen wir die Folie mit der Wolle zusammen und kneten erst ganz sanft dann immer kräftiger.

Jetzt wieder ausrollen, im Uhrzeigersinn um 90° drehen, zusammenrollen und kneten.

Dasselbe machen wir ca. 16x (= 4 Runden). Dabei immer darauf achten, dass keine Falten entstehen.

Beachte: Je länger an einer Seite gefilzt wird, desto mehr schrumpft es dort. Deshalb

               ist es wichtig, jede Seite gleichmäßig und gleich lang zu bearbeiten.

Schließlich ausrollen, mit kochend heißem Wasser begießen und sobald die Temperatur es zulässt, noch einmal kräftig kneten.

Tip: Mit Spülhandschuhen, diese dämmen etwas die Hitze!

 

Nun haben wir eine leicht gefilzte Fläche, die schon ihre Form behält.

 

Ab hier hat man zwei Möglichkeiten:

1.Filzt man nun noch ca. 2 Runden (= 8 x rollen, kneten, drehen) weiter, kann    man ausspülen, trocknen und beliebig verzieren (z. B. etwas aufnähen oder      besticken).                                                                                                                                                                                                                

2. Falls man ein Motiv darauf filzen möchte, wie in meinem Fall, wird der Filz jetzt  ausgespült und getrocknet.

    Mit der Filznadel habe ich mein gewünschtes Motiv in formgebracht                  und auf den trockenen Filz aufgenadelt.

    Nun wird wieder nassgefilzt: mit warmer Seifenlauge besprühen und

    das Fliegengitter darüber legen und walken (wie oben beschrieben                     ca. 2 Runden im Uhrzeigersinn). 

     

    Vorsicht, wenn man zu lange filzt, wird er sehr fest und weniger kuschelig!

     

    Nun gründlich auswaschen (mit einen Schuss Essig zur Neutralisation) und trocknen lassen.

Ist etwas nicht gut aufgefilzt, kann jetzt mit der Filznadel nachgebessert werden.

Bei dem Filz an einer Seitenlänge ca. 2-3 Knopflöcher einschneiden.

Einen Soff in der Größe des Filzes für die Rückseite ausschneiden.  Die eine Seite des Stoffs für die Knöpfe einsäumen.

Die Rückseiten von Filz und Stoff an drei Seiten zusammennähen. (Achtung Knopfleiste!)

Umdrehen, Knöpfe annähen und mit (Schaf-)Wolle füllen.

Nach der Arbeit haben wir nun das wohl verdiente Ruhe-Kissen.

                                                       Viel Freude 

 

 

*Bei Fragen oder Anregungen*