Bezauberndes

Mo

21

Dez

2009

21. Dezember

Heute um 18:47 Uhr ist Wintersonnwende. Da die Tage an Wintersonnwende wieder länger werden, war dies in vielen antiken und frühmittelalterlichen Kulturen ein wichtiges Fest.

Besonders im Norden ist Winter- und Sommersonnwende sehr wichtig.

Heute ist es also passend kurz über die dortigen Weihnachtsbräuche zu berichten.

Schweden...

Die Weihnachtszeit ist geprägt von Elfen, Kobolden, Elchen und natürlich Jultomt, dem Weihnachtsmann. In der Adventszeit, am 13.12., ist St. Lucia (mit einem Lichterkranz auf dem Kopf) ein wichtiger Tag.

Das Weihnachtsfest beginnt am 24. um 15 Uhr mit dem Anschauen des traditionellen Julbord (eines Fernseh-Spezialprogramms). Seit vorchristlicher Zeit gehört der Julbock zur Weihnachtszeit, der bis ins 19. Jh. auch die Geschenke brachte, aber heute nur noch eine beliebte Dekoration ist. Nun bringt der Weihnachtsmann die Geschenke. 

Das Festessen am Abend des 24. steht im Mittelpunkt, es gibt einen festliche Weihnachtsschinken. 

Die Geschenke werden nach dem Essen unter dem Weihnachtsbaum ausgepackt. Auch die Kirche wird besucht, oft am 25. frühmorgens.

Norwegen...

Am 24. schließen die Läden frühzeitig. Abends wird auch hier festlich gespeist. Viele besuchen nachmittags die Kirche.In der Familie wird das Evangelium gelesen und anschließend ein Festessen mit Fisch und Reisbrei gegessen. Julennisse, der Weihnachtsmann, legt die Geschenke unter den Tannenbaum, um den auch getanzt wird, dabei werden Weihnachtslieder gesungen.

Der 25. ist ein sehr stiller Tag, während am 26. Kinos, Bars und Nachtclubs gut besucht sind. Die Kinder verkleiden sich dann als Julebukk und verlangen nach Süßigkeiten (wie an Halloween).

Finnland...

Joulupukki ist der Weihnachtsmann, übersetzt heißt das 'Weihnachtsbock'. Der Name stammt aus einer Zeit als es üblich war, sich nach dem Essen mit Ziegenhäuten zu verkleiden.

Heute ist Joulupukki ein 'gewöhnlicher' Weihnachtsmann und seine Frau Joulumuori macht wunderbaren Weihnachtsporridge. Eines seiner Rentiere heißt 'Petteri Punakuono' und ist das Vorbild für Rudolph, the Red-Nosed Reindeer. 

In der Nacht des 23. wird von den Eltern das ganze Haus geputzt und geschmückt. Am nächsten Morgen staunen die Kinder dann über die Verwandlung. An dem Weihnachtsvortag gibt es einen Haferbrei mit Zimt in dem eine Mandel versteckt ist. Wer sie 'findet' hat nächstes Jahr viel Glück! Am Nachmittag werden Kerzen auf dem Friedhof entzündet. Am 24. nimmt die Familie ein Saunabad, anschließend wird das riesige Festmahl aufgetischt. Danach wird gesungen, Geschenke ausgepackt... bis alle totmüde ins Bett fallen.
Der 25. ist nicht so wichtig in Finnland. Man besucht die Kirche und zündet zwei Kerzen im Fenster an als Symbol des Friedens.

Island...

Der Advent ist hier durch den Jólesveinn (12. - 24. Dez.) mindestens so stark geprägt wie durch die christliche Auffassung. Diese 13 Tage stehen im Zentrum weihnachtlichem Brauchtums. Die Jólesveinn (Weihnachtskerle und Kobolde) sind die 13 Söhne eines Riesen-Ehepaares mit Namen wie 'Türknaller', 'Kochlöffellecker' oder 'Türgucker'. Sie kommen 13 Tage lang hintereinander und legen in die Schuhe auf dem Fenstersims Süßigkeiten oder kleine Geschenke für die braven, Kartoffeln oder Kohle für die unartigen Kinder. An Heiligabend gibt es ein großes Festessen, auch hier ist der Reisbrei Brauchtum.

 

 

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