Bezauberndes

Fr

11

Dez

2009

11. Dezember

Chanukka

Heute bei Sonnenuntergang beginnt das jüdische Fest 'Chanukka'. Es dauert acht Tage.

In diesen acht Tagen werden die Erwachsenen trotzdem ihrer Arbeit nachgehen und die Kinder die Schule besuchen.

Chanukka erinnert jedes Jahr an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem im Jahr 3597 (164 v. Chr.). Nach der Entfernung des Zeus-Altars wurde der siebenarmige Leuchter, die Menora, entzündet, doch es war nur noch ein Krug geweihtes Öl vorhanden.Dies hätte gerade für einen Tag gereicht und neues geheiligtes Öl herzustellen, hätte acht Tage gedauert. Die Menora im Tempel aber sollte niemals   erlöschen.

Das Wunder war: Das Öl reichte acht Tage lang, bis neues Öl hergestellt war.

Zum Gedenken wird an dem Chanukka-Leuchter jeden Tag ein Licht entzündet. 

Oft ist noch Platz für eine neunte Kerze, dem sog. Diener (hebr. Schamasch) und nur mit diesem dürfen die anderen angezündet werden.

Da es das Fest des Wunders um die Vermehrung des Öls ist, werden beim Festessen vornehmlich in Öl gebackene Speisen serviert. Wie Krapfen (bzw. Berliner Pfannkuchen) oder Latkes (Kartoffelpuffer), letztere werden mit Apfelmus und saurer Sahne gegessen. Der beliebte Brauch, Gänsebraten zu machen, wird mit dem anfallenden Fett begründet, das man auch im Leuchter verbrennen kann.

In jüngerer Zeit haben jüdische Eltern angefangen, Chanukka etwas ausgeprägter zu feiern, um den starken Einfluß von Weihnachten auf die jüdischen Kinder auszugleichen, die sich sonst vielleicht benachteiligt fühlen könnten. Geschenke an jedem Chanukka-Abend sind jetzt üblich, und die Gemeindefeiern werden stärker betont.

 

Kartoffel-Krapfen

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