Di
01
Dez
2009
Heute Morgen werden die Meisten (Kinder) als erstes ein 'Türchen' an ihrem Adventskalender öffnen und mit ihm beginnt die Vorfreude und der Countdown auf Weihnachten.
Alles dreht sich heute um den Adventskalender.
Dies ist mein erster Online-Adventskalender! Ich beginne ganz von vorn...
Die Geschichte des Adventskalenders ist recht ausführlich, das 'Wichtigste' ist fettgedruckt
für die Weihnachtsgestressten!
Meinen schönsten Adventskalender bekam ich mit 9 Jahren. Ich durfte ihn mir selbst aussuchen, in einem süßen winzigkleinen Lädchen.
Er hatte keine gewöhnlichen Türchen, sondern kleine Briefchen mit Lustigem und Nützlichem.
Und in dem Haus vom Weihnachtsmann sah es so heimelig aus und man konnte/kann so viel entdecken.
(s. Foto )
Die Geschichte des Adventskalenders:
Schon im 19. Jahrhundert gab es die erste Formen. Sie kamen aus dem protestantischen Umfeld. Es wurden in religiösen Familien im Dezember 24 Bilder nach und nach an die Wand gehängt.
Eine einfachere Variante war der sog. Strichkalender. Es wurden 24 Kreidestriche an die Wand oder Tür gemalt, von denen die Kinder täglich einen wegwischen durften.
Auch wurden Strohhalme in die Krippe gelegt, für jeden Tag bis Heilig Abend.
Weitere Formen sind die Weihnachtsuhr oder eine Adventskerze.
Eine Weihnachtsuhr (den wohl ersten gedruckten Adventskalender) für Kinder, veröffentlichte die Evangelische Buchhandlung in Hamburg im Jahr 1902.
1922 erschien eine absolut vergleichbare bei der St. Johannis Druckerei (Dominik Wunderlin, lic.phil Schweiz).
Im Jahr 1904 wurde dem "Neuen Tagblatt Stuttgart" ein 'Adventskalender' als Präsent beigelegt. Das NÖ Landesmuseum gibt jedoch das Jahr 1903 als das Entstehungsjahr des gedruckten Adventskalenders an.
Den Adventskalender, wie wir ihn heute kennen, verdanken wir dem Münchner Verleger Gerhard Lang (1881-1974) und seinem Kindheitserlebnis: Der schwäbische Pfarrerssohn aus Maulbronn fragte immer wieder, wann denn Weihnachten sei, bis seine Mutter 24 Kästchen auf einen Karton zeichnete - auf jedes war eine "Wibele" (ein Keks) genäht.
1904 brachte er den ersten gedruckten Adventskalender wie wir ihn heute kennen - auch Weihnachtskalender genannt - auf den Markt. Er bestand aus einem Bogen mit 24 Bildern zum Ausschneiden und einem Bogen mit 24 Feldern zum Aufkleben, für jeden Tag.
Seit 1920 verbreiteten sich Kalender mit Fensterchen zum Öffnen.
Ende der 30er Jahre mußte Gerhard Lang seinen Betrieb aufgeben, bis zu diesem Zeitpunkt hatte er etwa 30 verschiedene Motive herausgegeben.
Die Zeit des Nationalsozialismus setzte dem Höhenflug des Adventskalenders ein jähes Ende.
Die bisher gebräuchlichen Adventskalender wurden verboten, denn unter dem Hakenkreuz wurde die Wintersonnwende statt der Christnacht zum Mittelpunkt. Christliche Bilder wurden durch Märchenfiguren und heidnische Gottheiten ersetzt.
Erst in der Nachkriegszeit konnte der Adventskalender wieder an seinem Erfolg anknüpfen.
1946 gründete Richard Sellmer einen Verlag und brachte den ersten Adventskalender nach
dem zweiten Weltkrieg heraus. Der Adventskalender verbreitete sich in den 1950er Jahren
auch in anderen Staaten.
Eine plötzliche einsetzende Nachfrage aus den USA konnte der Verlag ebenfalls bedienen.
Über die Jahre sind immer mehr Formen und Ideen für Adventskalender entstanden.
Und so lange es Kinder und Weihnachten gibt, wird er immer nötig sein ;-)